Gezielte Entspannung der Kaumuskulatur
Wenn Zähneknirschen (Bruxismus) oder eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) die Kaumuskulatur dauerhaft überlasten, kann eine gezielte Behandlung mit Botulinumtoxin die überaktive Muskulatur entspannen und Beschwerden lindern. Der muskelentspannende Wirkstoff Botulinumtoxin ist vielen unter der umgangssprachlichen Bezeichnung „Botox“ bekannt.
Am Anfang stehen eine gründliche Untersuchung der Kaumuskulatur und ein ausführliches Aufklärungsgespräch. Ist die Behandlung für Sie geeignet, wird der Wirkstoff in kleinen Mengen gezielt in die betroffene Kaumuskulatur injiziert – meist in den großen Kaumuskel (Masseter), bei Bedarf auch in den Schläfenmuskel.
Die Behandlung dauert nur wenige Minuten und erfordert in der Regel keine Betäubung. Sie können danach sofort wieder Ihrem Alltag nachgehen.
Die muskelentspannende Wirkung setzt nach einigen Tagen ein und erreicht nach etwa zwei Wochen ihr volles Ausmaß. Sie hält in der Regel mehrere Monate an – danach kann die Behandlung bei Bedarf wiederholt werden.
Schützt die Zähne vor Abrieb und entlastet das Kiefergelenk – meist der erste Behandlungsschritt.
Gezielte Übungen und manuelle Therapie lockern die Muskulatur und verbessern die Kieferbeweglichkeit.
Da Knirschen häufig stressbedingt ist, helfen Entspannungstechniken und Selbstbeobachtung im Alltag.
Die wissenschaftliche S3-Leitlinie „Bruxismus“ führt die Injektion von Botulinumtoxin in die Kaumuskulatur als eine mögliche Therapieoption auf. Einen Überblick über das gesamte Behandlungskonzept finden Sie auf unserer Seite CMD-Therapie & Bruxismus.
In einem persönlichen Beratungsgespräch klären wir, ob eine Behandlung mit Botulinumtoxin in Ihrem Fall sinnvoll ist.
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